Mal wieder aktiv
Wie man an den Daten der letzten Einträge erkennen kann, war ich bekanntlich lange nicht mehr aktiv. Dies lag vor allem daran, dass ich mich etwas aus dem Internet zurück gezogen habe und mich meinem eigenem Fortschritt zugewandt habe, ganz neben diesen Dingen die man Arbeit und Privatleben nennt, aber jetzt denke ich, dass es mal wieder Zeit wird, etwas über das Leben einer Hexe zu schreiben, wie es mir ergangen ist und was die Zukunft so bringen könnte.
Was die Vergangenheit angeht, so habe ich mich von meinem alten Zirkel weitgehend gelöst, obwohl ich immer noch mit allen befreundet bin. Ich denke jede Hexe wird irgend wann einmal "pflügge" und muss sehen welchen Weg sie nur für sich gehen wird. In der Zeit habe ich vor allem viel über mich selber und die Menschen um mich herum gelernt und wie ich am besten die beiden Welten, die magische und das normale Alltagsleben, miteinander verbinde ohne das sie gegeneinander arbeiten.
Alle die sich zum Teil diesem Weg widmen, werden wohl wissen wovon ich rede, wenn ich sage, dass dies wohl nicht gerade leicht ist:
In frühreren Zeiten haben Hexen oft wirklich auch nur als Hexe gerarbeitet oder gelernt und das meinst den gesamten Tag lang. Dieses Glück haben wir heutzutage leider nicht mehr, stattdessen arbeiten wir, kaufen ein, kochen, haben mit etwas Glück einen tollen Partner, Freude und dann noch gefühlt 20 Sekunden pro Tag für 5 magische Übungen und ein Gebet..., geschweige denn mal für ein Ritual (bei guten Wetter, welches wir ja in Deutschland massig haben..)
So habe ich die letzten 1 1/2 Jahre mein leben gelebt, habe gelernt, mich entwickelt und vor allem auch für meine "Alltagszukunft" gelebt. Gerade sich um diese beiden Welten gleichviel zu bemühen, ist sehr schwer und kostet viel Zeit und ich hatte nicht öfters ein schlechtes Gewissen.
Ich kenne viele Menschen, die sich diesem Weg ganz hingeben und muss doch sagen, ohne es böse zu meinen, eine Hexe bedeutet nicht gleich Hippi oder ein Mensch zu sein, der nur mit Bäumen spricht und von Beruf Kartenlegt. Auch bei Männern lässt sich dieses Verhalten häufig beobachten, sie wenden sie komplett vom normalen Leben ab, führen kein normalen Leben und sehen sich als höhere Wesen, wobei sie nicht mehr am Leben teilnehmen, sondern sich irgendwie aus der Gesellschaft herausnehmen. Dies ist an sich kein Problem, doch muss ich ein Teil der Welt sein um diese zu verändern. Ich schätze mal, dass auch hier noch das Schwarz/Weiß Prinzip greift, welches uns zu gut eingeimpft wurde. Entweder ich bin nur Hexe/Schmane und bin gegen alles außer Pflanzen, oder ich bin ein normaler Mensch und möchte mein Reihenhaus und die 1,5 Kinder.
Was ich für Menschen, die ähnlich wie ich, diesen Zwischenweg gehen möchten, geht ihn so wie ihr es für richtig haltet. Es gibt Zeiten die gehen an die Magie und welche für euren Freund, oder fröhnt dem Konsum und geht schoppen! So sehen euch die "normalen Menschen" auch weniger als Sonderlinge und sind eher gewillt auch zuzuhören. Wenn ein Hexe nämlich mit einem hübschen Kleid und schickem Lidstrich daher kommt und einer anderen etwas von magsichen Begleitern und Krafttieren erzählt, als eine Hippibraut mit Schlaghose und blämchenbluse, wird sie euch sicher lieber zuhören. (Wobei ich hier nicht sagen will das wir und alle dem allgemein Anerkannten angleichen sollen. Tragt was ihr wollt, seid wie ihr wollt, aber weil es euch gefällt, nicht weil ich zwangsweise anders sein wollt oder meint, eine Hexe dürfe keinen Nagellack tragen).
Um noch einmal auf mich zurück zu kommen und als kleine Info. nebenbei. Ich möchte jetzt meinen eigenen kleinen Zirkel mit höchstens 13 Hexen gründen und suche dafür fleißig Mitglieder. Wer interesse hat kann gerne auf meine Homepage, Töchter der Lilith, schauen. Dort gibt es nähere Informationen.
In diesem Sinne,
LG Sarah